DDR II

Radio DDR II war einerseits für die Regionalprogramme der DDR gedacht und anderseits der Sender für das anspruchsvolle Kultur- und Bildungsprogramm.
Im Oktober 1958 ging DDR II auf Sendung, als Ergänzung und Kontrast zu Radio DDR I. Dabei wurden auf einer Welle Aufgaben vereint, die nur wenig miteinander zu tun hatten.

Das Programm begann um 5 Uhr mit den jeweiligen Sendungen aus den Regionalstudios. Dieses Netz lokaler Studios entsprach der politischen Gliederung der DDR, die in Bezirke aufgeteilt war, nur Erfurt, Gera und Suhl mussten sich ein Studio teilen. Aufgrund dieser regionalen Ausrichtung wurde DDR II auch nicht auf der weit reichenden Mittelwelle ausgestrahlt, sondern nur auf Ultrakurzwelle mit geringer Reichweite. In den Morgensendungen stand die lokale, alltägliche Berichterstattung im Vordergrund.

Im Lauf des Vormittags wurden einzelne lokale Programme zusammengeschaltet und der Schulfunk übertragen (bis 1987, dann übernahm das Fernsehen zunehmend diese Aufgabe). Ab 13 Uhr lief das zentrale Programm aus Berlin mit kulturellen Sendungen, anspruchsvollen Wortbeiträgen und klassischer Musik

DDR II

Im Mai 1990 wurde DDR II mit dem Deutschlandsender zu „DS Kultur“ verschmolzen. Die lokalen Frequenzen übernahmen Regionalsender, die nach dem 3. Oktober den neuen Ländern zugeordnet wurden. Zum Jahreswechsel 1993/94 fusionierte DS Kultur mit dem RIAS zum Deutschlandradio.

Hier gibt es noch keine Kommentare

Kommentar abgeben

Name
Überschrift
Text
 

Die Redaktion behält sich vor, Beiträge redaktionell zu überprüfen. Wir bitten daher um Verständnis für eine verzögerte Freischaltung der Beiträge.

Galerie

Audio
Get the Flash Player to see this player.
Radio DDR 2, Senderkennung © DRA